EMDR

Was ist EMDR?

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) wurde durch die US-Amerikanische Psychologin und Forscherin Dr. Francine Shapiro in Palo Alto, Kalifornien am Mental Research Institute (MRI) entwickelt. 

Was heisst EMDR überhaupt?

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung bedeutet.

Diese Methode dient der Verarbeitung von belastenden Erinnerungen, d.h. von Erinnerungen die ihren Ursprung in äußerst stressvollen Situationen haben. Solche Erinnerungen können mit der Zeit im Alltag zu Gefühls- und Verhaltensstörungen führen, die sich u.a. äußern in Reitbarkeit, Angst, Alpträumen, Depressionen, innerer Unruhe, Schmerzen, Suchtverhalten, Wutausbrüchen etc.

Derart belastende Ereignisse überfordern oftmals die Informationsverarbeitung der Gehirns. Die / der erlebte Ohnmacht, Angst, Schmerz etc. waren zu überwältigend. Unter solchen Umständen wird eine Erinnerung dysfunktional gespeichert. Dies dysfunktional gespeicherte Erinnerung ist in der Folge Auslöser für die beschriebenen späteren Symptome.

EMDR ermöglicht die nachgewiesenermaßen effiziente und nachhaltige Verarbeitung solcher Erinnerungen, wodurch diese funktional gespeichert und somit integriert werden können. Die Folge dieser neuen Speicherung ist eine spürbare Entlastung und Symptombefreiung. EMDR wird zeitgemäß in zahlreichen internationalen Leitlinien als sehr wirksame Methode zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung empfohlen. 

Für wen eignet sich EMDR?

Diese Methode eignet sich für Menschen jeden Alters, die an Symptomen infolge belastender Ereignisse leiden. Dies ist nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen in über 95 % der Fall. Solche Ereignisse sind beispielsweise ein Unfall, Mobbing, eine schwere Erkrankung, schwere Verluste, Gewalt-Erlebnisse, sexueller Missbrauch oder andere selbstwertschädigende Ereignisse

EMDR ist effektiv in der Behandlung von allen möglichen Traumafolgestörungen sowie Depressionen, Angst-, Phobie- und Panikstörungen, Suchterkrankungen, Schmerz-, Zwang und Persönlichkeitsstörungen

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