Was ist Hypnose

Hypnose  
Bei diesem Wort überkommt viele Menschen ein ungutes Gefühl. Sie denken an Manipulation durch einen anderen Menschen und lehnen ab, was zum menschlichen Wesen gehört. Niemand kann dich in einen hypnotischen Zustand versetzen, wenn du dich nicht bewusst oder unbewusst dafür entscheidest. Da wir uns dieser inneren Vorgänge jedoch nicht bewusst sind, verbinden wir Hypnose mit Fremdbestimmung. In Wahrheit ist sie etwas ganz anderes. 

Was ist Hypnose? 
Hypnose ist ein Zustand, in dem du innerlich sehr „weich“ und gleichzeitig wach und konzentriert bist. Normalerweise bist du mit deinen physischen Sinnen verbunden, durch die du die Aussenwelt wahrnimmst und auf sie reagierst. Du kannst aber auch aus diesem Zustand heraustreten, indem du die Aufmerksamkeit ins Innere zurückziehst. Du hast diese Erfahrung schon gemacht, obwohl sie Dir wahrscheinlich nicht bewusst ist. Erinnerst du dich an die Schulzeit? Garantiert ist es auch dir so ergangen, dass deine Gedanken manchmal aus dem Klassenzimmer in andere Dimensionen schweiften. Du hattest nach wie vor das Gefühl, „vorhanden“ zu sein, aber du konntest andere Dinge als deine Umgebung wahrnehmen.  

Was wir einen Tagtraum nennen, ist das Umschalten unserer Wahrnehmung. Wenn du still wirst, die Augen schliesst und nur deinen Atem beobachtest, fliesst die Energie nicht in Deine fünf materiellen Sinne. Stattdessen erlebst du eine andere Wahrnehmung. Dieser Zustand kann absichtlich herbeigeführt werden. Eine andere Person kann dich wie bei einem Coaching in die innere Wahrnehmung führen und diesen tranceartigen Zustand vertiefen. Dadurch lassen sich blockierende Überzeugungen aufzuspüren und auflösen. 

Jeder ist hypnotisiert 
Wenn man es genau nimmt, wurdest du schon in Deiner Kindheit hypnotisiert. Als ganz kleines Kind bist du in einem entspannten Geisteszustand. Negative Erfahrungen, die eine Lebensangst entstehen lassen, hast du zu diesem Zeitpunkt eher selten gemacht. Du bist wie ein unbeschriebenes Blatt Papier, auf dem jede Aussage von Menschen festgehalten wird, mit denen du es in den ersten Jahren zu tun hast. Du nimmst sie auf und speicherst sie ohne kritisches Hinterfragen ab. Dein Intellekt ist noch nicht gereift und kann nicht unterscheiden. Die Aussagen anderer Menschen lassen dich zu dem werden, wer du heute bist. Tatsache ist – Du kannst nur der Mensch sein, zu dem du aufgrund der Gedanken und Emotionen deiner Familie und Betreuungspersonen gemacht wurdest. Es ist wie ein inneres Programm, das nur hervorbringt, was es beinhaltet. Warst du ständig negativen Aussagen ausgesetzt – ob in Bezug auf dich oder andere Personen – musst du ein negatives Bild von dir entwickeln. Es geht gar nicht anders.  

Viele dieser übernommenen Überzeugungen sind dir nicht bewusst. Aber sie ruhen in dem, was als Unterbewusstsein bezeichnet wird. Oft braucht es nur einen kleinen Reiz als Auslöser und du entwickelst Verhaltensweisen, in denen du dich selbst nicht erkennst. Oder du möchtest etwas erreichen, aber wie du es auch anfängst, es will nicht klappen. Solange das Programm der fremdbestimmten Überzeugungen in Dir lebt, kannst du nur haben und sein, was diesen Mustern entspricht. Soll sich dein Leben verändern, musst du an die Wurzel des Problems und da beginnt die Hilfe durch Hypnose. 

Warum positives Denken nicht ausreicht 
Ich hatte dir erzählt, dass Kinder in einem hypnotischen Zustand leben und ungefiltert alle Aussagen über sich akzeptieren (müssen). Um diese teilweise lebensfeindlichen Muster zu löschen und zu einem gesunden Menschen zu werden, musst du erneut in diesen Zustand eintauchen. Veränderungen können nur auf der Ebene in Gang gesetzt werden, auf der sie entstanden sind. Deshalb funktioniert positives Denken nur bei wenigen Menschen. Normalerweise befinden sie sich auf der Ebene der fünf Sinne und versuchen, durch Bejahungen und positive Formulierungen ihren Geist mit lebensspendenden Mustern zu füttern.  

Doch das funktioniert nicht, weil der wertende Verstand dazwischenkommt und neue Gedanken ablehnt. Dadurch entsteht bei vielen Menschen das Gefühl, dass positives Denken nur Gehirnwäsche sei und keine Veränderungen bewirken kann. Doch im Zustand der Hypnose wird der rationale Verstand übergangen, weil du dich in die geistige Ebene begibst. Hier kannst du deine mentalen Blockaden erkennen, ihre Entstehungsgeschichte herausfinden und neue Denkmuster entwickeln und verankern. Wie gesagt, Überzeugungen lassen sich nur dort verändern, wo sie entstanden sind. Dafür braucht es das Eintauchen in dein Inneres, das wie bei einem HypnoCoaching mit einer ausgebildeten Person leicht zu erreichen ist. 

Hypnose richtig verstehen 
Der Gedanke, fremdbestimmt zu sein, macht Angst. Deshalb hat Hypnose bei vielen Menschen keinen guten Ruf. Völlig unbegründet, selbst wenn sich deine Wahrnehmung auf die geistige Ebene verlagert, kann dich auch dort niemand manipulieren. Es sei denn, in dir lebt die Überzeugung, dass man mit dir machen kann, was man will.  

Stell dir eine Hypnose also eher so vor, dass du zuerst angeleitet wirst, dir einen sicheren und schützenden Raum vorzustellen. Du tauchst in den Zustand des Fühlens ein und rufst das Empfinden von Sicherheit und Frieden auf. Würdest du das im Tagesbewusstsein versuchen, würden dir dein Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen und Sehen in den meisten Fällen erzählen, dass du aufgrund deiner persönlichen Situation nicht sicher bist. Deshalb müssen die Reize der Aussenwelt zur Ruhe kommen.  

Dadurch wirst du nicht zum Spielball eines anderen Menschen. Du kannst seinen Anweisungen jederzeit widerstehen. Als verantwortungsvoller Hypnosetherapeut will ich dir helfen, diese Wanderung von der rationalen auf die geistige Ebene zu vollziehen, damit wir die Ursachen deiner Probleme oder Krankheiten herausfinden und verabschieden können. Manchmal kommt es auch vor, dass die Ursprünge negativer Konditionierungen ziemlich heftig auftauchen. Auch in diesen Momenten hast du die volle Kontrolle über dich und kannst diese Wahrnehmungen umgehend verlassen und in das Tagesbewusstsein zurückkehren. Sollte ich nach persönlichen Erlebnissen fragen, wirst du auch in diesen Momenten nur das erzählen, was für dich in Ordnung ist. Manche Erfahrungen wirst du für dich behalten und nicht teilen wollen und auch das geht. Du bist also nicht ohne eigenen Willen. Es fühlt sich alles nur ein wenig anders an, weil deine Wahrnehmung nicht wie gewohnt über deine Sinnesorgane abläuft.  

Lässt sich die Vergangenheit ändern? 
Nein, aber das ist auch gar nicht das Problem. Du hast wie ich eine ganz persönliche Vergangenheit. Es lässt sich nicht ändern, dass du genau diese Erfahrungen gemacht hast. Sie sind vorbei und das Problem sind nicht die Erlebnisse Deines Lebens. Es sind deine Bewertungen, deine Emotionen und Gedanken  bezüglich der Erfahrungen, die die Probleme verursachen. Sind diese negativ, fühlt sich dein Leben schwierig an. Kannst du die negative Bewertung loslassen, kehrt Frieden ein und alles verbessert sich. 

Nehmen wir ein Beispiel, um das Gesagte anschaulich zu machen. Wenn du beispielsweise mit einer sehr dominanten Mutter aufgewachsen bist, die dein Verhalten oft kritisierte, wirst du dich nur eingeschränkt trauen, im Leben vorwärtszugehen. In dir kann die Einstellung, dass du „es nicht kannst“, gewachsen sein. Normalerweise solltest du in der Lage sein, einen Fehler nicht als etwas Negatives zu empfinden. Wir sind alle auf unserem Weg und oft lässt sich an einer Kreuzung nur durch Probieren der richtige Abzweig finden. Von Kindheit an wird uns das aber als „Fehler“ ausgelegt. Dabei gibt es keinen falschen Weg. Es gibt nur eine Richtung, die nicht geradlinig zum geplanten Ziel führt. Das ist weder falsch noch richtig. Es ist, wie es ist. Wir gehen ein Stück und stellen fest, dass wir in dieser Richtung nicht an den gewünschten Ort kommen. Also drehen wir um.  

Die eigene Verurteilung heilen 
Leider erleben wir in unserer Kindheit eine ständige Bewertung unseres Verhaltens. Wir dürfen die Dinge nicht einfach tun und korrigieren, wenn wir das wollen. Ein falscher Schritt und du wirst in eine Schublade gesteckt. Eine ständig kritisierende Mutter meint es vielleicht gut mit dir, aber sie wird dein Selbstvertrauen untergraben. Bis du selbst glaubst, dass du ein Versager bist. Dieses Empfinden liegt nicht in deiner Natur. Du übernimmst nur die Ansichten anderer, inklusive der daraus resultierenden Handlungen. Bist du es leid, immer wieder die begrenzenden Erfahrungen zu machen, ist es Zeit, sich mit diesen Ansichten auseinanderzusetzen. Die gemachten Erfahrungen bleiben, aber der Schmerz wird sich auflösen. Wurdest du wegen deines Verhaltens von anderen Menschen kritisiert, wurden deren Stimmen zu deiner eigenen. Heute kritisierst du dich in den entsprechenden Situationen selbst. Es ist niemand mehr da, der dir Vorwürfe machen könnte. Das tust du jetzt selbst, weil du darauf konditioniert wurdest.  

In einem hypnotischen Zustand kannst du dich vieler Lebenssituationen erinnern und diese erneut aufrufen. Diese Erfahrungen bleiben dein ganzes Leben bestehen, aber du kannst die dazugehörigen Sätze, Gedanken und Emotionen verändern und dadurch die Beschwerden löschen. Das bedeutet, dass niemand deine Vergangenheit verschwinden lassen kann. Du hast zwar die Möglichkeit, dich nicht mehr erinnern zu wollen. Dann werden bestimmte Erlebnisse verdrängt, sodass sie tief in deinem Unterbewusstsein verborgen werden. Doch sie sind nicht gelöscht und du hast jederzeit Zugriff, wenn du es wünschst.  

Du bestimmst den Ablauf der Hypnose 
Viele Menschen fürchten, in einer Hypnose steckenzubleiben und nicht wieder „aufzuwachen“. Diese Angst kann ich zerstreuen, weil das nicht möglich ist. Wenn du an einem Winterabend gemütlich auf der Couch sitzt, ein Glas Wein trinkst, es nichts zu tun gibt und Du völlig entspannt und zufrieden bist – was passiert dann mit dir? Erinnerst du dich an diese angenehme Schwere, die sich gleichzeitig wie Leichtigkeit anfühlt? Deine Gedanken wandern davon. In die Zukunft oder in die Vergangenheit. Du gehst in einen träumerischen Zustand über und manchmal fühlst du die inneren Bilder ganz deutlich.  

Würde plötzlich das Telefon klingeln, dein Partner heimkommen oder das Baby weinen, wärst du sofort „wach“. Das heißt, du würdest deine Energie in Sekundenbruchteilen in alle Sinnesorgane schicken und dich auf diese Weise wieder mit der Aussenwelt verbinden. Niemand könnte dich daran hindern. Du siehst, Du kannst dich zwar anleiten lassen, damit bestimmte innere Bilder entstehen, aber niemand kann dich in diesem Raum festhalten. Da du nicht fremdbestimmt bist, reicht der Gedanke aus, dass du wieder „aufwachen“ willst. Sofort verändert sich deine Wahrnehmung und du findest dich im Tagesbewusstsein wieder.  

Hypnose ist nichts Außergewöhnliches 
Du kennst diesen hypnotischen Zustand, er ist auch für dich nichts Ungewöhnliches. Es ist nur wenig bekannt, dass er sich auch absichtlich herbeiführen lässt. Wenn du morgens aufwachst und abends kurz vor dem Einschlafen bist, wechselst du vom Tagesbewusstsein für eine kleine Weile in den hypnotischen Zustand. Der innere Kritiker schaltet sich ab und wie schwer der Tag auch gewesen war, für einen Moment kehrt bewusste Ruhe ein. Das geschieht, weil sich die dauerhaft negative Bewertung deines Verhaltens abschaltet, denn der Verstand schweigt. Kein Verstand = keine Kritik. Ohne Kritik baut sich dein natürlicher Zustand auf. Von Anfang an bist du:  

  • liebenswert 
  • perfekt 
  • versorgt 
  • gesund 
  • mutig 
  • stark 
  • hilfsbereit 
  • beschützend 
  • entscheidungsfähig 

Die Liste lässt sich weiter fortsetzen, aber du weißt sicher, was ich meine. Im Schlaf ruhen deine Konditionierungen. Dein geistiger Urzustand wird wiederhergestellt und alles in deinem Körper beginnt sich neu auszurichten. Deshalb ist Schlaf so bedeutungsvoll, denn er ist die Grundlage für den normalen Menschen, um körperliche und geistige Heilung einzuleiten.  

Mit Hypnose, Meditation, Entspannungsübungen oder Traumreisen können wir auch tagsüber in diesen heilenden Zustand eintauchen. Wenn du dich mit diesen Dingen beschäftigst, wird sich dein Leben ändern. Nicht nur im gesundheitlichen Bereich. Beginnst du, an deinen Überzeugungen zu arbeiten und deine erlernte Kritik zu ersetzen, wird sich auch dein materielles Leben ändern. Plötzlich tauchen die Dinge auf, die du dir schon lange gewünscht hast. Ganz ohne Zutun, denn es passiert einfach. Menschen werden dein Leben verlassen, um neuen Freunden Platz zu machen. Deine Finanzen verändern sich zum Besseren und auch partnerschaftlich wird alles gut.  

Deshalb drängen Themen wie Hypnose oder Meditation immer mehr in den Alltag unserer Zivilisation. Die Konzentration auf das Innere ist die Grundlage für Veränderungen. Erfahrungen lassen sich nicht grundlegend und dauerhaft durch äußere Maßnahmen verändern. Zuerst existiert die Stille. Dann fasst du einen Gedanken und dann verbindest eine positive Emotion dazu. Dies bringt in der materiellen Welt eine Form hervor, die für deine fünf Sinne erfahrbar wird. Das ist das Gesetz des Lebens. Und in der Hypnosetherapie Raum Biel – Seeland kannst du den ersten Schritt in dein neues Leben machen. 

Was lässt sich mit Hypnose behandeln? 
Ganz einfach gesagt – alles. Hypnose wirkt im mentalen Bereich und da deine Persönlichkeit eine gedankliche Struktur ist, die ihrerseits deine Lebensform hervorruft, kann alles mit Hypnose behandelt werden. Vielleicht ist es einfacher sich vorzustellen, dass Hypnose ein Gewahrsam schafft, innerhalb dessen du an die Wurzeln deines Daseins gehen und diese aufdecken kannst. Es bildet sich ein Raum in einer anderen Ebene, indem du die Anfänge deiner Krankheiten, Angstgefühle, Blockaden und Beschwerden erkennen kannst. Werden diese Dinge ins Bewusstsein geholt, indem du dich ihrer erinnerst, lassen sie sich verändern. Sie sind dann nicht mehr angstbesetzt. Du hast diese Probleme angesehen, was dir als Kind ohne rationalen Verstand nicht möglich war. Jetzt kannst du die Erinnerungen aufrufen und die Erfahrung machen, dass du immer noch lebst.  

Alle Erfahrungen haben als Gedanken ihren Anfang. Demzufolge ist alles, was du bisher erlebt hast, durch deine Gedankenwelt entstanden. Natürlich bist du nicht alleine für Naturkatastrophen verantwortlich. Hier spielen die Auffassungen und Ansichten von Milliarden Menschen zusammen und bewirken die physischen Phänomene. Aber deine Gedanken und Emotionen bestimmen, wo du dich beispielsweise beim Ausbruch von Katastrophen aufhalten wirst. Ob du erfolgreich bist oder immer wieder scheiterst. Auch deine Gesundheit entspricht deinem Denken. Gedanken können dich entspannen und glücklich machen oder das Ausschütten von Stresshormonen bewirken. Die dauerhafte Anwesenheit von Stresshormonen in der Blutbahn, die dadurch im gesamten Körper verteilt werden, führt zu Symptomen. Vielleicht nicht nach zwei oder drei Jahren. Aber Jahrzehnte später treten die ersten chronischen Beschwerden auf, die leider nicht mehr mit ihrer Ursache – deinen Gedanken und Emotionen – in Verbindung gebracht werden. 

Hypnose – was dabei passiert  
Hypnose setzt bei der Entstehung verschiedener Krankheitsbilder und Blockaden an. Gehörverlust ist beispielsweise keine unausweichliche Erkrankung im Alter, sonst würde sie jeder bekommen. Aber etwas „nicht mehr hören können“ steht sehr oft mit der Tatsache in Verbindung, den Partner, gesellschaftliche Ansichten oder bestimmte Forderungen nicht mehr hören zu wollen. Flugängste entstammen einer allgemeinen Lebensangst oder wurden in der Kindheit von Menschen übertragen, die ihrerseits Panik vor dem Fliegen hatten. Dadurch lernt ein Kind, die gleichen Empfindungen aufzurufen, obwohl es aus sich selbst heraus völlige Gelassenheit empfindet. Hautkrankheiten oder die Pubertätsakne haben gemeinsam, dass sich der Mensch in seiner Haut nicht wohlfühlt. Auch hier wirkt die Hypnose aufdecken, wer für dieses Gefühl verantwortlich ist und durch bewusste oder unbewusste Aussagen den glücklichen Zustand des Kindes verdeckte.  

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